Paul Piché

Der québecer Liedermacher Paul Piché wurde 1953 in La Minerve in den Laurentiden geboren. Er studierte Anthropologie an der Université de Montréal, bevor er sich der Liedkunst zuwandte. Bereits Mitte der 1970er Jahre auf den Café-Bühnen von Montréal aktiv, entwickelte er ein frankophones Folk-Rock-Repertoire, in dem soziale und politische Themen sowie das Alltagsleben der Arbeiterschichten dominieren. 1977 erschien das Album À qui appartient le beau temps ?, das eine in der engagierten québecer Chansonszene verankerte Schreibweise etablierte; darauf folgten L’escalier (1980) und Sur le chemin des incendies (1988), die eine Entwicklung zu rockigeren Arrangements bei gleichbleibender akustischer Grundlage markieren. Seine Texte, häufig verknüpft mit Fragen sozialer Gerechtigkeit, gewerkschaftlichen Bewegungen und der Debatte um die Souveränität Québecs, stehen neben intimistischeren Liedern. In Begleitung von Musikern der Montréaler Rockszene tritt Paul Piché regelmäßig in Québec und im frankophonen Raum auf und beteiligt sich an zahlreichen kollektiven Veranstaltungen und Volksversammlungen. Parallel zu seinen Alben komponiert er auch Musik für Film und Fernsehen und hat so über die Jahrzehnte eine konstante Präsenz im frankophonen Chanson bewahrt.

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