Richard Galliano
Richard Galliano, 1950 in Cannes geboren, er früh am Klavier und am Akkordeon ausgebildet worden, bevor er Harmonie, Kontrapunkt und Posaune am Konservatorium von Nizza studierte. Seit seiner Übersiedlung nach Paris 1975 trat er in den Bereich des Chansons und des Jazz ein, indem er Claude Nougaro begleitete; bis 1983 war er zudem dessen Dirigent. Die Begegnung mit Astor Piazzolla 1980 markierte einen nachhaltigen Wendepunkt: Galliano entwickelte eine kompositorische Handschrift, die französische Musette, Jazz, Tango Nuevo und das klassische Repertoire verbindet, gespielt in einem Stil, der zugleich lyrisch, sehr artikuliert und stark in der Improvisation verankert ist. Als Akkordeonist, Bandoneon-Spieler und Komponist bewegt er sich seitdem zwischen Jazzclubs, Festivals, Kammerensembles und Orchestern. Zu seinen bekanntesten Aufnahmen zählen New Musette (1991), das diese stilistische Synthese formalisierte, New York Tango (1996), French Touch (1998), Mare Nostrum (2008) mit Paolo Fresu und Jan Lundgren sowie seine Bearbeitungen von Bach (2010), Vivaldi (2013) und Mozart (2016). Galliano spielte außerdem mit Musikern wie Michel Portal, Biréli Lagrène, Ron Carter, Eddy Louiss und Sylvain Luc in Besetzungen vom Duo über Trio bis zum Quintett.
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