Renaud García-Fons

Geboren 1962 in Paris hat Renaud Garcia-Fons seit den 1980er Jahren eine künstlerische Laufbahn entwickelt, die sich zwischen Jazz, mediterranen Musiken, orientalischen Traditionen und zeitgenössischem Schreiben bewegt. Ausgebildet am Conservatoire de Paris bei François Rabbath, verleiht er dem Kontrabass eine sehr singende Spielweise, sowohl mit dem Bogen als auch im Pizzicato, mit besonderem Augenmerk auf melodische Linien, Modi und dem Austausch zwischen wissenschaftlichen und populären Repertoires. Nach seinen Anfängen im Jazz, insbesondere mit Roger Guérin, spielte er von 1987 bis 1993 im L’Orchestre de Contrebasses und nahm auch am vom Claude Barthélemy geleiteten National Jazz Orchestra teil. Als Leader begann seine Diskographie mit Légendes (1992), gefolgt von Alboreá (1995), Oriental Bass (1997), Fuera mit Jean-Louis Matinier (1999), dann Navigatore (2001), Entremundo (2004), Arcoluz (2006) und La Linea Del Sur (2009). Im Verlauf der Projekte arbeitet er mit Musikern wie Nguyên Lê, Kudsi Erguner, Dhafer Youssef, David Dorantes oder Claire Antonini zusammen – im Solo, Duett oder Trio. Alben wie La Vie Devant Soi (2017), Farangi (2019), Le Souffle des cordes (2021) und Blue Maqam (2024) setzen diese offene Ästhetik fort, in der der Kontrabass zu einem Übergangs-Instrument wird, das Flamenco, Kammerjazz und Klanglandschaften rund um das Mittelmeer miteinander verbindet.

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