Paco Peña
Paco Peña, 1942 in Córdoba (Andalusien, Spanien) geboren, etablierte sich sehr früh als Flamenco-Gitarrist, indem er Sänger und Tänzer auf lokalen Bühnen begleitete, bevor er in Madrid und international auftrat. Ende der 1960er Jahre in London ansässig, entwickelte Paco Peña eine Solokarriere, die den traditionellen Flamenco in den Konzertkontext überführte und zugleich die rhythmische Verankerung und die Improvisation des Genres bewahrte. Sein Spiel konzentriert sich auf die klassischen Palos (Flamenco-Stile) mit besonderem Augenmerk auf den Dialog zwischen Gitarre, Gesang und Percussion, den er in der Anfang der 1970er Jahre gegründeten Paco Peña Flamenco Company fortführte, um eine Form von Aufführung zu vertreten, die Musik und Tanz verbindet. Parallel dazu komponierte Paco Peña großformatige Werke, namentlich „Misa Flamenca“ (1991) und „Requiem por la Tierra“ (1998), die Chorpartitur, instrumentale Ensembles und die flamencotypische Ausdrucksweise vereinen. Als Professor für Flamenco-Gitarre am Konservatorium Rotterdam ab 1981 trug Paco Peña zur Institutionalisierung der akademischen Weitergabe dieser Tradition bei, während er gleichzeitig regelmäßig mit verschiedenen Formationen konzertierte und tourte.