Osibisa
Gegründet in London im Jahr 1969 um den ghanaischen Saxophonisten und Sänger Teddy Osei, den Schlagzeuger Sol Amarfio und den Trompeter Mac Tontoh, vereinte Osibisa von Anfang an ghanaische, nigerianische und karibische Musiker, die zwischen Accra und London ansässig waren. Die Gruppe entwickelte einen cross-over Sound zwischen Highlife, Afro-Rock, Progressive Rock, Funk, Jazz und karibischen Rhythmen, mit einer stark kollektiven Schreibweise, in der Blechbläser, Percussion und Chöre eine zentrale Rolle einnahmen. Osibisa trat an der Schwelle der 1970er Jahre mit den Alben Osibisa und Woyaya (1971) sowie Heads (1972) hervor, die diese Identität festigten, welche westafrikanische Traditionen mit britischen Rockformaten verband. Im folgenden Jahrzehnt tourte Osibisa ausgiebig durch Europa, Asien, Indien, Afrika und Ozeanien und entwickelte gleichzeitig sein Repertoire in Richtung souliger, poppiger und tanzorientierter Formen auf Welcome Home (1975), Ojah Awake (1976) und Mystic Energy (1979). Nach mehreren Besetzungswechseln begann Osibisa eine neue Schaffensphase mit Monsore (1995), gefolgt von Osee Yee (2009) und New Dawn (2021). Jahrzehntelang aktiv auf der Bühne, nimmt Osibisa einen besonderen Platz in der Geschichte des Austauschs zwischen afrikanischen Musiktraditionen, der Londoner Szene und gemischten Rockformen ein.