RaphaëLe Lannadère - L
Geboren 1981 in Paris, entwickelt Raphaële Lannadère unter dem Namen L eine Art französischer Chanson-Schreibweise, die durch eine weite Gesangsstimme und besondere Aufmerksamkeit für den Text gekennzeichnet ist. Schon früh in verschiedene Vokaltraditionen eingewiesen — von korsischen, Zigeuner- und bulgarischen Mehrstimmigkeiten bis hin zu Gospel und Fado — formt sie einen Stil, in dem Intimität, melodische Spannung und eine sehr artikulierte Diktion zentrale Rollen spielen. Nach ersten Konzerten in Paris, unter anderem an der Seite von Babx, erregte L Anfang der 2010er-Jahre Aufmerksamkeit durch Auftritte beim Printemps de Bourges und beim Chantier des Francos, bevor 2011 Initiale erschien. Raphaële Lannadère setzte ihren Werdegang danach in Entwicklung fort: von orchestrierter, literarisch geprägter Chanson zu elektronischeren Formen auf L. (2015) und weiter zu einem sparsameren Format auf Chansons (2018), arrangiert von Clément Ducol. Ihre Tätigkeit als Autorin führte sie außerdem zum Schreiben für andere Interpreten, darunter Camélia Jordana, Patrick Bruel und Julien Clerc. Mit Paysages (2021) und Cheminement (2023) setzt sie eine Linie fort, in der L zwischen Kammerarrangements, zeitgenössischer Rhythmik und Liedermacherchanson wechselt.
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