Ólöf Arnalds

Isländische Sängerin, Komponistin und Multiinstrumentalistin Ólöf Arnalds entwickelt seit Mitte der 2000er-Jahre ein intimistisches Songwriting an der Schnittstelle von akustischem Folk, Kammerpop und nordischen Traditionen. In Reykjavík in Gesang und Komposition ausgebildet, fiel Ólöf zunächst in der isländischen experimentellen Szene auf, unter anderem an der Seite der Gruppe múm, bevor sie sich verstärkt einem persönlicheren Schaffen zuwandte. Ihr Debütalbum „Við og við“ erschien 2007 in Island und wurde anschließend international vertrieben; es etablierte eine Ästhetik, die Stimme, Streicher und reduzierte Arrangements in den Mittelpunkt stellt. Mit „Innundir skinni“ (2010) und „Sudden Elevation“ (2013) wechselt sie zwischen isländischen und englischen Texten, erweitert ihr Spektrum in Richtung melodischerer Popmusik und intensiviert ihre Kooperationen, darunter ein Duett mit Björk und Projekte mit dem Bassisten und Komponisten Skúli Sverrisson. Das 2014 veröffentlichte Album „Palme“ führt diese Erkundung zwischen Folkballaden, ausgefeilten Vokalharmonien und experimentelleren Einschlägen fort. Auf den Bühnen Europas und Nordamerikas aktiv, bleibt Ólöf Arnalds eng mit dem Netzwerk isländischer unabhängiger Musiker verbunden und entwickelt zugleich ein eigenständiges Werk zwischen introspektivem Chanson und zurückhaltender Klangforschung.

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Apr. 22