Old Man Gloom
Ende der 1990er Jahre um Musiker herum entstanden, die zwischen Santa Fe und der Heavy‑Szene Bostons verortet waren, tritt Old Man Gloom als ein Kollektiv auf, zu dem unter anderem Aaron Turner (Isis), Nate Newton (Converge), Caleb Scofield (Cave In, Zozobra), Santos Montano und später Stephen Brodsky gehören. Das Projekt entwickelt langsamen, massiven Metal an der Schnittstelle von Sludge, Post‑Metal, Hardcore und Noise und integriert Ambient‑Schichten, Klangcollagen und experimentelle Zwischenspiele. Die frühen Aufnahmen von Old Man Gloom sind als thematische Zyklen angelegt — Meditations in B (2000), gefolgt von Seminar II: The Holy Rites of Primitivism Regressionism und Seminar III: Zozobras (beide 2001) — und etablierten eine Ästhetik langer Kompositionen, abrasiver Texturen und atmosphärischer Umwege. Die Veröffentlichung von Christmas (2004) markiert eine ausgefeiltere Phase des Songwritings, gefolgt von einer langen Unterbrechung, die durch NO (2012) und die beiden Teile von The Ape of God (2014) durchbrochen wurde, in denen an den Grenzen zwischen extremem Metal und lärmiger Experimentalmusik gespielt wird. Nach dem Tod von Caleb Scofield 2018 setzte Old Man Gloom die Arbeit fort und veröffentlichte 2020 Seminar VIII: Light of Meaning und Seminar IX: Darkness of Being, womit sie ihre Auseinandersetzung mit Kontrasten aus klanglicher Dichte, repetitiven Motiven und sparsameren Passagen innerhalb der internationalen Sludge‑ und Post‑Metal‑Szenen fortführten.
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| Apr. 24 |
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