Puppetmastaz
Das Hip‑Hop‑Kollektiv Puppetmastaz, entstanden in Berlin Ende der 1990er Jahre, entwickelt ein Universum, in dem Puppen tierischer Gestalten im Vordergrund stehen, während die Rapper und Produzenten im Verborgenen bleiben. Verwurzelt in der alternativen Berliner Szene, baut Puppetmastaz schrittweise ein hybrides Projekt aus Rap, Electro‑Einflüssen und absurdem Humor auf, mit verfremdeten Stimmen, Dialogen zwischen Figuren und einer Inszenierung, die an Taschentheater erinnert. Nach mehreren Maxi‑Singles und Touren durch europäische Clubs veröffentlichte die Gruppe 2003 das Album Creature Funk, das die Grundlage für einen Sound legte, der Hip‑Hop‑Beats, elektronische Texturen und gesprochen‑gesungene Refrains verbindet. Es folgten Creature Shock Radio (2005) und The Takeover (2008), die die Erzählung um die Bestiaire imaginärer MCs fortführten. In The Break Up (2012), Revoluzion (2015) und Sweet Sugar Rush (2019) verfeinerte die Formation einen dichter basslastigen Stil, der mitunter an Electro‑Rap und Trap grenzt, dabei aber ihre Vorliebe für vokale Sketche und Puppen‑Chöre bewahrte. Auf der Bühne präsentiert sich Puppetmastaz als Ensemble von Figuren, die offen sichtbar geführt werden, mit einem Wechsel aus Rap‑Stücken, Szenen und Publikumsinteraktion — ein szenisches Konzept, das die Identität des Projekts prägt.
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