October London
Geboren in South Bend, Indiana, entwickelt October London einen R&B, der tief in klassischem Soul verwurzelt ist, mit deutlichem Erbe der 1970er Jahre und einer zeitgenössischen Sensibilität. Später an der Westküste ansässig, wurde er Mitte der 2010er Jahre durch eine Reihe von EPs mit dem Titel Color Blind bekannt, die das Fundament für ein Schaffen aus melodischen Balladen, introspektivem Songwriting und langsamen, slow-jam-artigen Stimmungen legten. Im Umfeld von Snoop Dogg und Death Row Records hat October London zahlreiche Kollaborationen in der Rap- und G-Funk-Szene der Westküste realisiert und bringt einerseits eine croonerhafte Soulstimme in moderne Hip-Hop- und Funk-Produktionen. Sein Album The Rebirth of Marvin (2023) führt offen den Dialog mit Marvin Gayes Erbe—warme Arrangements, dichte Chöre und ausgeprägter Falsett-Einsatz stehen dabei neben zeitgemäßen R&B-Strukturen und -Themen. Zwischen Vintage-Einflüssen, midtempo Groove-Rhythmen und einem Songwriting, das sich auf Beziehungen und männliche Verletzlichkeit konzentriert, nimmt October London eine Stellung an der Schnittstelle von Retro-Soul, zeitgenössischem R&B und der amerikanischen Rap-Szene ein.
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