Avishai Cohen
Geboren 1970 im Kibbutz Kabri im Norden Israels hat sich Avishai Cohen in den 1990er Jahren als Kontrabassist, Komponist, Sänger und Arrangeur etabliert, in einem Register, in dem Jazz mediterrane, Nahost-, lateinamerikanische Einflüsse und manchmal klassische Einflüsse kreuzt. Nach einer Ausbildung in Israel und dem darauffolgenden Umzug nach New York zu Beginn seiner Zwanzigerjahre spielte Avishai Cohen unter anderem mit Danilo Pérez, bevor er Chick Corea beitrat, zunächst bei Origin im Jahr 1996, dann beim New Trio ab 1997, eine zentrale Station in seiner Laufbahn. Seine Leader-Diskografie beginnt mit Adama im Jahr 1998, gefolgt von Devotion 1999, Colors 2000 und Unity 2001. Im Laufe der Jahre entwickelt Avishai Cohen eine stark rhythmische Sprachweise, basierend auf dem Kontrabass, markante melodische Zyklen und eine regelmäßige Gesangsnutzung, auf Hebräisch oder Ladino. Dieser Ansatz kommt in At Home 2005, Continuo 2006, Gently Disturbed 2008, Aurora 2009, Seven Seas 2011, Duende mit Nitai Hershkovits 2012, Almah 2013, From Darkness 2015, 1970 2017, Arvoles 2019, Two Roses 2021 mit dem Gothenburg Symphony Orchestra, Shifting Sands 2022 und Brightlight 2024 zum Ausdruck. Oft im Trio, aber auch in Formaten mit Orchester oder Streichquartett, bewegt Avishai Cohen seine Arbeit zwischen der internationalen Jazzbühne und offeneren Formen, in denen Komposition, sefardische Traditionen und Improvisation eng verbunden bleiben.
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