Norma Winstone
Geboren in Bow, im Osten Londons, und teils ausgebildet am Trinity Music College, etabliert sich Norma Winstone ab Ende der 1960er Jahre in der britischen Jazzszene mit einem Gesangsstil, der gleichermaßen Farbe, Phrasierung und Improvisation wie den Text betont. Ihre Musik bewegt sich zwischen modernem Jazz, europäischer Improvisation und Kammermusik, und eine Stimme, die oft wie ein Instrument verwendet wird, ist fähig, rekonstruierte Standards, vokalfreie Linien und Texte, die sie selbst schreibt, abzuwechseln. Nach bemerkenswerten Anfängen im Ronnie Scott’s und in Michael Garricks Gruppen nimmt Norma Winstone 1972 Edge of Time auf und beteiligt sich auch an Projekten von Joe Harriott, Amancio D’Silva, Nucleus, John Surman, Mike Westbrook oder Michael Gibbs. Ihr Werdegang ist eng verbunden mit dem Pianisten John Taylor und dem Trompeter Kenny Wheeler, insbesondere im Azimuth-Trio, das auf mehreren Alben zwischen 1977 und 1995 aktiv war, wo Lyrik, rhythmische Freiheit und sehr offene Atmosphären sich kreuzen. Parallel dazu entwickelt Norma Winstone eine persönliche Diskografie, gekennzeichnet unter anderem durch Somewhere Called Home (1987), Well Kept Secret (1995), Distances (2008), Stories Yet to Tell (2010), Dance Without Answer (2014), Descansado: Songs for Films (2018) und Outpost of Dreams (2024) mit Kit Downes. Norma Winstone nimmt somit einen eigenständigen Platz im europäischen Jazz ein, am Schnittpunkt von Komposition, Improvisation und Spracharbeit.
Kommende Veranstaltungen 1
Church of Sound 10th Birthday
- Fr., November 20
- Barbican Centre, London, Vereinigtes Königreich
- Oscar Jerome, Tamar Osborn, Norma Winstone