Philippe Katerine

Philippe Katerine, 1968 in Thouars (Deux-Sèvres) geboren, entwickelt seit Anfang der 1990er-Jahre ein Œuvre an der Schnittstelle von Chanson, experimenteller Popmusik und einer Art gesprochenem Schreiben, geprägt von einer Vorliebe für kurze Formen und eigensinnige Texte. Nach eher intimen Anfängen — getragen von minimalistischen Arrangements und Bossa-Nova-Einflüssen auf Alben wie « Les mariages chinois » (1991) und « Mes mauvaises fréquentations » (1996) — erweitert er schrittweise sein Spektrum hin zu einer stärker rhythmischen, elektronischen Pop-Ästhetik, insbesondere mit « Les créatures » (2000) und « Robots après tout » (2005), in denen sein Spiel mit Wiederholung und Refrains eine zentrale Rolle spielt. Im Laufe der 2000er- und 2010er-Jahre wechselt der Künstler, mit Veröffentlichungen wie « Philippe Katerine » (2010) und « Confessions » (2019), zwischen sehr reduzierten Liedern, opulenter orchestrierten Formaten und zahlreichen Vokal-Kooperationen, wobei er eine ebenso absurde wie verspielte und melancholische Schreibweise beibehält. Neben seiner Tätigkeit als Komponist und Interpret arbeitet Philippe Katerine als Autor für andere Projekte, komponiert Filmmusik und verfolgt eine Schauspielkarriere im Kino; er ist regelmäßig in französischen Produktionen zu sehen und erhielt einen César als bester Nebendarsteller für seine Darstellung in « Le Grand Bain ».

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