Nengo Flow

Geboren als Edwin Laureano Rosa Vázquez Ortiz in San Juan und aufgewachsen in Bayamón, trat Ñengo Flow in die puertoricanische Urbanszene an der Schnittstelle von Reggaeton, latinamerikanischem Hip-Hop und später Latin Trap ein. Er tauchte Mitte der 2000er auf wegweisenden Genre-Kompilationen auf, darunter Los Anormales (2004) und Sangre Nueva (2005), in dem Jahr erschien auch Flow Callejero. Ñengo Flows Stil beruht auf einer tiefen Stimme, kompakter Phrasierung und direkter, unverblümter Formulierung – ein angespanntes Straßen-Reggaeton, häufig verbunden mit der Ästhetik des „malianteo“, aber je nach Stück offen für melodischere Strukturen. Ab 2011 baute er einen großen Teil seiner Laufbahn um die Reihe Real G 4 Life auf, fortgesetzt mit Real G 4 Life Part 2 (2012) und Real G 4 Life Vol. 3 (2017). Parallel dazu intensivierte er die Zusammenarbeit mit Künstlern der lateinischen Szene wie Daddy Yankee, Jory, Bad Bunny, Anuel AA und Myke Towers. 2015 veröffentlichte er Los Reyes del Rap mit Los G4, ein stärker dem Rap zugeneigtes Projekt, und 2020 folgte The Goat. So bewegt sich Ñengo Flow zwischen dem puertoricanischen Reggaeton der 2000er-Generation und neueren Formen lateinamerikanischer Urbanmusik.

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