Pharmakon

In der New Yorker Noise-Szene bezeichnet Pharmakon das Soloprojekt der amerikanischen Künstlerin Margaret Chardiet, das Ende der 2000er Jahre in Brooklyns DIY-Milieus entstand. In einer Ästhetik aus Noise, Power Electronics und Industrial verortet, entwickelt Pharmakon eine Arbeit, die Stimme, Sättigung und abrasive Texturen in den Mittelpunkt stellt, in denen Schreie, verzerrte Klangteppiche und repetitive Impulse zusammenfließen. Nach mehreren Kassetten und eher heimlichen Aufnahmen strukturierte sich das Projekt um eine Reihe von Alben beim Label Sacred Bones, darunter Abandon (2013), Bestial Burden (2014), Contact (2017) und Devour (2019), die unterschiedliche Etappen in der Auseinandersetzung mit Körper, Krankheit und dem Verhältnis von Individuum und Kollektiv markieren. Auf der Bühne setzt Pharmakon auf immersive Arrangements in sehr geringer Distanz zum Publikum, in Hausbesetzungen, Kunstzentren oder auf Festivals für experimentelle und extreme Musikströmungen. Das Projekt ist damit Teil eines internationalen Netzwerks aus Noise und Industrial und steht im ständigen Austausch mit anderen experimentellen Künstlern durch Tourneen, Kompilationen und gelegentliche Kollaborationen, bleibt dabei aber fest in der jüngeren Geschichte der New Yorker Untergrundszene verankert.

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