Natalie Dessay
Geboren 1965 in Lyon und ausgebildet am Konservatorium von Bordeaux, etablierte sich Natalie Dessay Ende der 1980er-Jahre nach den Wettbewerben Voix Nouvelles und dem Mozart-Wettbewerb in Wien. Zunächst dem Repertoire der Koloratursopranistin zugeordnet, prägte sie ihre Anfänge mit virtuosen Partien von Mozart, Strauss, Offenbach und Delibes, bevor sie sich an Häusern wie der Opéra de Paris, der Wiener Staatsoper, dem Metropolitan Opera, Covent Garden und der Scala hervorhob. Ihre Olympia in Hoffmanns Erzählungen sowie ihre Interpretationen der Nachtkönigin, Zerbinetta, Lakmé und Ophelia begründeten einen sehr theatralischen Gesangsstil, der Texttreue und Bühnenpräsenz betont. Nach zwei Operationen an den Stimmbändern 2002 und 2004 verlagerte sie ihr Repertoire in Richtung Belcanto und lyrischere Rollen wie Lucia, Amina, Marie in La Fille du régiment, Manon, Violetta und Mélisande, zugleich entwickelte sie ein barockes Profil in Zusammenarbeit mit Emmanuelle Haïm und William Christie. 2013 verabschiedete sie sich nach einer Aufführung von Manon in Toulouse von der Opernbühne und wandte sich dem Theater und Konzertleben zu, wobei sie auch Chanson und Jazz erkundete. Zu ihrer Diskografie gehören unter anderem Entre elle et lui mit Michel Legrand (2013), Pictures of America (2016) und Between Yesterday and Tomorrow (2017).
kommende Veranstaltungen 1
vergangene Veranstaltungen 2
| Apr. 4, 2025 |
|
| Apr. 3, 2025 |
|