Pedro Abrunhosa
Pedro Abrunhosa, 1960 in Porto geboren, wurde zunächst in Komposition, Musikanalyse und Kontrabass ausgebildet, bevor er sich in den 1980er-Jahren dauerhaft in der portugiesischen Jazzszene als Musiker, Arrangeur, Lehrer und Mitbegründer der Jazzschule von Porto etablierte. Nach mehreren kollektiven Projekten, darunter Máquina do Som, schlug er 1994 mit Viagens, aufgenommen mit Bandemónio, eine stärker chansonorientierte Richtung ein, in der Pop, Soul, Funk und Rhythm-and-Blues auf eine vom Jazz geprägte Liedweise treffen. Diese Linie setzte sich mit Tempo (1996), Silêncio (1999), Momento (2002), Luz (2007), Longe (2010), Contramão (2013) und Espiritual (2018) fort: ein Repertoire, das um Gesang, Klavier und Arrangements aufgebaut ist, die zwischen orchestralen Besetzungen, entspannten Grooves und rockigeren Texturen wechseln. Abrunhosa komponierte zudem für Film und Theater und ist in Manoel de Oliveiras Film A Carta (1999) zu sehen. Im Laufe seiner Laufbahn arbeitete er mit Künstlern aus Jazz, Soul und der lusophonen Liedtradition zusammen, darunter Maceo Parker, Carlos do Carmo, Rui Veloso und Caetano Veloso, behielt dabei aber stets eine enge Verankerung in Porto und Portugal.
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