Patti Smith
Geboren 1946 in Chicago und aufgewachsen in New Jersey, wurde Patti Smith zunächst Teil der New Yorker Kunstszene Ende der 1960er Jahre, in der sich Poesie, Performance und Rock trafen. Ihr Schaffen verbindet gesprochenes Wort, die Spannung des Garage‑Rock, Artrock und folkige Anklänge, wobei eine deklamatorisch nahestehende Diktion zentral für ihre Identität blieb. Nach öffentlichen Lesungen und der Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Lenny Kaye gründete sie die Patti Smith Group und veröffentlichte 1975 Horses, gefolgt von Radio Ethiopia (1976), Easter (1978) und Wave (1979). Diese frühe Phase verband sie mit dem Aufstieg des New Yorker Punk, ließ aber gleichzeitig eine literarischere und improvisationsoffenere musikalische Struktur erkennen. Der mit Bruce Springsteen mitverfasste Titel Because the Night erschien auf Easter und vergrößerte ihr Publikum, ohne die Eigenart ihres Ansatzes zu verändern. Nach einigen Jahren, in denen sie sich stärker dem Familienleben widmete, setzte sie ihre Plattenkarriere mit Dream of Life (1988) fort, gefolgt von Gone Again (1996), Peace and Noise (1997), Gung Ho (2000), Trampin' (2004) und Banga (2012). Parallel zu ihren Konzerten ist Patti Smith kontinuierlich als Dichterin und Autorin tätig, an der Schnittstelle von Musik, Literatur und bildender Kunst.
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