Pat Metheny
Der US‑amerikanische Gitarrist und Komponist Pat Metheny wurde 1954 in Lee’s Summit, Missouri, geboren und machte Mitte der 1970er‑Jahre auf der Jazzszene von sich reden, nachdem er das Quartet von Gary Burton ergänzt hatte und sein erstes Album als Bandleader veröffentlichte, Bright Size Life (1976), mit Jaco Pastorius und Bob Moses. Verwurzelt im zeitgenössischen Jazz, aber offen für Rock, Folk und lateinamerikanische Musik, verbindet Methenys Stil ausgereifte Melodien, modulare Harmonik und ein ausgeprägtes Arbeiten an Klangtexturen, an der Schnittstelle von Jazz‑Fusion, modernem Jazz und instrumentaler Musik. 1977 gründete er die Pat Metheny Group mit dem Pianisten Lyle Mays, ein langlebiges Ensemble, das eine Ästhetik erforscht, die groß angelegte Kompositionen, komplexe Rhythmen und eine lyrische Stimmung vereint — dokumentiert auf Alben wie Pat Metheny Group (1978), Offramp (1982), First Circle (1984), Still Life (Talking) (1987), Letter from Home (1989), Imaginary Day (1997) und The Way Up (2005). Parallel dazu realisierte Metheny zahlreiche Projekte unter eigenem Namen — vom Studioalbum Secret Story (1992) über Experimentierprojekte mit einem Ensemble automatisierter Instrumente auf Orchestrion (2010) bis zu intim gestalteten Aufnahmen wie One Quiet Night (2003) oder Dream Box (2023). Seine Diskographie zeigt ein konstantes Interesse an Trio‑ und Kleinformation‑Besetzungen, an Kooperationen mit Improvisatoren aus unterschiedlichen Szenen (von Ornette Coleman bis Brad Mehldau) sowie an einer regelmäßigen Konzerttätigkeit, in der er Gruppen‑Tourneen, kleinere Formationen und Soloperformances abwechselt.
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