Passi

Geboren 1972 in Brazzaville und als Kind nach Sarcelles gekommen, machte Passi Ende der 1980er Jahre im entstehenden französischen Rap mit der Gruppe Ministère A.M.E.R., die unter anderem mit Stomy Bugsy gegründet wurde, auf sich aufmerksam. Anschließend wirkte er am Aufbau des Kollektivs Secteur Ä mit, das mehrere Künstler aus den nördlichen Vororten von Paris zusammenführte. Seine Texte verbinden Straßentext, gesellschaftliche Beobachtungen, afrozentrierte Bezüge und melodischere Refrains, mit einem direkten Sprachstil, der zwischen französischem Hip-Hop und kongolesischen Einflüssen oszilliert. Passi begann seine Solokarriere mit Les Tentations (1997), einem Album, das unter anderem durch Kooperationen mit Akhenaton getragen wurde, und setzte sie mit Genèse (2000), Odyssée (2004) und Évolution (2007) fort. Parallel dazu entwickelte er eine Tätigkeit als Produzent, gründete Issap Productions und initiierte die Kompilationsreihe Dis l’heure 2..., die Rap, Zouk, Ragga und weitere urbane Ästhetiken verknüpft. Ende der 1990er Jahre beteiligte er sich außerdem an Bisso Na Bisso, einem franko-kongolesischen Kollektiv, das französischen Rap und Musik aus Zentralafrika zusammenführte, insbesondere auf dem Album Racines (1999). So bleibt Passi mit einer Generation verbunden, die die Hip-Hop-, Afro- und populären Szenen in Frankreich in Dialog brachte, während er über die Jahrzehnte seine musikalischen Projekte fortführte.

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