Pascal Comelade

Pascal Comelade, 1955 in Montpellier geboren, hat seit Mitte der 1970er Jahre ein instrumentales Werk entwickelt, das zwischen Experiment, schräger Popmusik, Filmmusik und kleinen akustischen Formen angesiedelt ist, mit einer dauerhaften Verankerung in Katalonien nach mehreren Jahren in Barcelona. Seine ersten Platten, darunter Fluence (1975), stammen aus einer elektronischen, repetitiven Richtung, bevor er sich allmählich zu einer melodischeren Sprache hinbewegte, in der Spielzeuginstrumente, Tasteninstrumente, Perkussion und kleine Besetzungen zentral wurden. Diese Ästhetik bekam eine nachhaltige Gestalt mit dem Bel Canto Orquestra, zu hören etwa auf Bel Canto Orquestra (1984) und auf Alben wie El Primitivismo (1987) oder Psicotic Music' Hall (2002). Comelade arbeitete zudem in sehr unterschiedlichen Kontexten — vom Independent-Rock über Chanson und Improvisation bis hin zur Filmmusik — und kooperierte mit u. a. Robert Wyatt, Richard Pinhas, Jac Berrocal, Pierre Bastien, PJ Harvey, Albert Pla, The Limiñanas und Lee Ranaldo. Zuletzt veröffentlichte er 2022 Le non-sens du rythme sowie 2023 Velvet Serenade und Boom Boom, was seinen Werdegang bestätigt: geprägt von einer Vorliebe für das Unkonventionelle, kurze Formen und eine sofort erkennbare instrumentale Handschrift.

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