Paradise Lost

Gegründet in Halifax, West Yorkshire, 1988, entwickelte sich Paradise Lost aus einem sehr langsamen, kargen Death‑Doom‑Fundament, in dem schwere Gitarren, düstere Stimmungen und Nick Holmes' raue Stimme im Vordergrund standen. Mit Lost Paradise (1990) und Gothic (1991) erweiterte die Band diese Basis um Keyboards, melodischere Arrangements und eine gotische Sensibilität, die das Entstehen des Begriffs Gothic Metal begleitete. Die Band verfeinerte dieses Songwriting auf Icon (1993) und Draconian Times (1995), bevor sie ihre Musik mit One Second (1997), Host (1999) und Believe in Nothing (2001) für rockigere, synthetische und Dark‑Wave‑Texturen öffnete. Paradise Lost kehrte anschließend zu einem schwereren, metallischeren Klangbild mit Symbol of Life (2002), Paradise Lost (2005) und In Requiem (2007) zurück, behielt dabei jedoch die Mischung aus Melancholie, zurückhaltenden Refrains und Doom‑Riffs. Seit den Anfängen vom Kernquartett Nick Holmes, Gregor Mackintosh, Aaron Aedy und Steve Edmondson geführt, wechselte Paradise Lost vor allem die Schlagzeuger über die Jahrzehnte. Die Alben The Plague Within (2015), Medusa (2017), Obsidian (2020) und Ascension (2025) führen diese Synthese aus Doom Metal, Gothic Metal und Death‑Doom‑Passagen fort, mit kompakterer Schreibweise und einer bewussten Rückkehr zu den Kontrasten von Wucht, Dunkelheit und Melodie.

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