Morodo
Aus der Madrider Szene stammend, hat Morodo seit Ende der 1990er Jahre ein Repertoire entwickelt, das an der Schnittstelle von Reggae, Dancehall und spanischsprachigem Hip-Hop steht. Sein dunkles, flexibles Phrasieren, dem Ragga nahe, fügt sich in eine Ästhetik ein, die jamaikanische Rhythmen, urbane Produktion und Texte verbindet, die im Alltäglichen, in sozialer Kritik und in Introspektion verankert sind. Anfang der 2000er Jahre machte sich Morodo in den Reggae- und Rap-Kreisen Spaniens einen Namen und strukturierte seine Diskografie mit Omnipresente (2004) und Cosas que contarte (2008). Im Laufe der Jahre wechselt er zwischen Studioformaten, Kooperationen mit Musikern und Produzenten der spanischsprachigen Reggae-Szene und Auftritten auf Bühnen, wo Sound-Systems, Reggae-Festivals und Hip-Hop-Publikum aufeinandertreffen. Sein Werdegang zeigt eine Kontinuität in der Verwendung von Roots-Reggae und Dancehall, zugleich integriert er melodischere Färbungen und gelegentlich langsamere Tempi. Morodo bleibt verbunden mit einer direkten Art, auf Spanisch zu singen und zu toasten, die die jamaikanische Tradition mit der urbanen Szene Madrids verknüpft.