MJ Cole

In London erhielt Matthew James Firth Coleman zunächst eine klassische Ausbildung am Klavier und Oboe, bevor er sich Ende der 1990er-Jahre unter dem Namen MJ Cole in der britischen Szene etablierte. Er arbeitete als Toningenieur beim Drum-and-Bass-Label SOUR und war zwischen 1997 und 1999 im UK-garage-Katalog V.I.P. aktiv. MJ Cole trug zum Aufstieg des Londoner 2-Step bei und legte gleichzeitig auf der Piratenradiosender London Underground FM auf. Seine Musik vereint UK Garage, House und elektronische Soul-Elemente mit synkopierten Rhythmen, geschmeidigen Basslinien und einem melodischen Ansatz, der aus seiner klassischen Ausbildung herrührt. Der Track „Sincere“ von 1998 markierte sein Debüt und führte zum Album Sincere (2000) auf Talkin’ Loud, gefolgt von Cut to the Chase (2003). Nach dieser ersten Phase veröffentlichte er weiter über sein eigenes Label Prolific Recordings, brachte Singles und EPs heraus und arbeitete mit Künstlern wie Elisabeth Troy, Wiley, Zed Bias, AJ Tracey und Freya Ridings zusammen. 2018 erschien die EP Foundations, 2020 das Album MJ Cole Presents Madrugada. Neben seiner Arbeit als Produzent und Remixer ist MJ Cole weiterhin auf Club- und Festivalbühnen präsent, mit einer Laufbahn, die sowohl mit britischem Garage als auch mit den jüngeren Entwicklungen der englischen elektronischen Musik verbunden ist.

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