Orchestre National de Jazz
Das Orchestre National de Jazz wurde 1986 in Frankreich auf Initiative des Kulturministeriums gegründet und ist im Bereich des Jazzorchesters und der zeitgenössischen Schöpfung verortet. Seine Arbeitsweise beruht auf aufeinanderfolgenden künstlerischen Leitungen, die Besetzung, Schreibweise und Repertoire regelmäßig neu definieren. Das Eröffnungskonzert fand im Théâtre des Champs-Élysées unter der Leitung von François Jeanneau statt, darauf folgten die Direktionsperioden von Antoine Hervé, Claude Barthélemy, Denis Badault, Laurent Cugny, Didier Levallet, Paolo Damiani, Franck Tortiller, Daniel Yvinec, Olivier Benoit, Frédéric Maurin und zuletzt Sylvaine Hélary. Im Laufe dieser Phasen hat das Orchestre National de Jazz seine Sprache zwischen großem Ensemble, Improvisation, notierter Komposition sowie Schnittstellen mit Chanson, Progressive Rock, europäischer Musik und zeitgenössischer Musik weiterentwickelt. Die Diskographie spiegelt diese Ausrichtungen wider, etwa mit Orchestre National de Jazz 86 (1986), African Dream (1989), Close to Heaven (2005), Around Robert Wyatt (2009), Europa Paris (2014) und Ex Machina (2023). Darüber hinaus entwickelt das Orchestre National de Jazz transdisziplinäre Programme, Auftragswerke für Komponisten und Vermittlungsprojekte, was es zu einer besonderen Institution der französischen Jazzlandschaft macht.
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| Juni 16, 2016 |
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