Miguel Rios

Miguel Ríos, geboren 1944 in Granada, setzte sich bereits Anfang der 1960er Jahre auf der spanischen Musikszene unter dem Namen Mike Ríos durch, zunächst im Rock'n'Roll- und Twist-Genre, bevor er sein Schaffen in Richtung Poprock, symphonischen Rock und später Blues erweiterte. Seine ersten EPs nahm er 1962 auf; größere Aufmerksamkeit erzielten die Singles «El río» und «Vuelvo a Granada» (1968). 1969 verschaffte ihm «Himno a la alegría», eine von Waldo de los Ríos arrangierte Popadaption von Beethoven, internationale Sichtbarkeit und prägte seine Diskographie nachhaltig. Die Alben Despierta (1970), Unidos (1971) und Miguel Ríos en directo: Conciertos de Rock y amor (1972) begleiteten eine Phase, in der er Rock, Balladen und aufwendigere Bühnenformate abwechselte. In den 1980er Jahren wurde Rock and Ríos (1982), ein in Madrid aufgenommenes Doppel-Livealbum, zu einem Meilenstein des spanischsprachigen Rocks, während «Santa Lucía», «Bienvenidos» und «El rock de una noche de verano» ein deutlich erkennbares Repertoire etablierten. Miguel Ríos setzte seinen Weg mit großen Tourneen fort, trat 1987 im Fernsehen mit ¡Qué noche la de aquel año! auf und beteiligte sich an gemeinsamen Projekten mit Ana Belén, Víctor Manuel, Joan Manuel Serrat und Joaquín Sabina. Zu seinen jüngeren Stationen zählen 60 mp3 (2004), Symphonic Ríos (2018) und Un largo tiempo (2021), in denen er zu einer schlichteren, reiferen Songwriter-Handschrift zurückkehrt, zwischen erwachsenem Rock, Blues und sozialer Reflexion.

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