Miguel Poveda

Miguel Poveda wurde 1973 in Badalona, Katalonien, geboren und entwickelte seine Kunst in den örtlichen Peñas Flamencas, bevor er 1993 beim Festival del Cante de las Minas entdeckt wurde – ein entscheidender Schritt, der ihn im Umfeld des Cante Jondo verankerte. Als Cantaor aus einem katalanischen Umfeld, der jedoch starke Beziehungen zu Andalusien pflegt, erforscht er die vielfältigen Facetten des Flamenco und steht zugleich im Dialog mit der Copla und dem poetischen Lied. Sein Debütalbum Viento del Este (1995) zeigt eine an traditionellen Formen orientierte Herangehensweise, während Desglaç (2005) einen eigenständigen Weg eröffnet, indem es Regiondichter auf Katalanisch adaptiert. Mit Coplas del querer (2009) taucht er in das Repertoire des andalusischen Liedes ein und führt die Auseinandersetzung mit Poesie in Sonetos y Poemas para la Libertad (2015) und Enlorquecido (2018) fort, letztere mit Fokus auf Federico García Lorca. Seine Diskografie wechselt zwischen Flamenco‑Rezitalaufnahmen, orchestrierten Projekten und literarischen Hommagen, oft in Zusammenarbeit mit Gitarristen und Arrangeuren aus der Flamenco‑Szene und der zeitgenössischen spanischen Musik. Auf zahlreichen Bühnen in Spanien, Europa und Lateinamerika gestaltet Miguel Poveda einen Weg, in dem der Cante Flamenco mit verschiedenen Sprachen, Konzertformaten und kulturellen Kontexten in Dialog tritt, ohne seine volkstümlichen Wurzeln zu verleugnen.

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