Atjazz

Unter dem Namen Atjazz hat Martin Iveson seit Mitte der 1990er Jahre eine zentrale Rolle in den britischen Deep-House-, Broken-Beat- und Nu-Jazz-Szenen aufgebaut. Seine Kompositionen verbinden Groove-House, Soul-Harmonien und Jazz-Texturen, bleiben dabei jedoch stets im Club-Kontext verankert. Anfang der 1990er Jahre vom Nordosten Englands in die Midlands gezogen, arbeitete Atjazz zunächst in der Videospielbranche bei Core Design, bevor er sich vollständig der Musikproduktion widmete. Seine erste EP Story erschien 1996, das Album That Something 1998; darauf folgte schnell eine intensive Phase von Remixes und Kollaborationen. Im Lauf der Jahre entwickelte Atjazz einen flexiblen, detailreichen Sound — warm, rhythmisch und mit besonderem Augenmerk auf die Stimmenarbeit — und überarbeitete Stücke von Nitin Sawhney, Jazzanova, Omar und Bob Sinclar sowie eine Zusammenarbeit mit Charles Webster im Projekt Version. Nach dem Labelabenteuer Mantis Recordings gründete Atjazz 2009 die Atjazz Record Company, die seine Produktionen, Kooperationen und einen großen Teil seiner Tätigkeit als DJ-Produzent bündelt. Atjazz bleibt mit einer soulful-feinen Elektronik verbunden, die sich zwischen Deep House, Broken Beat und dem Jazz-Funk-Erbe bewegt.

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