Maryam Saleh
Geboren in Kairo hat Maryam Saleh sich in der ägyptischen Alternativszene durch einen Ansatz etabliert, der arabische Gesang, Shaabi, urbanen Folk, psychedelischen Rock und dunkle elektronische Texturen verbindet. Zunächst in mehreren Kollaborationen aktiv, insbesondere um Sheikh Imams Lieder mit der Band BarakA, entwickelt Maryam Saleh später einen persönlichen Weg, bei dem die Stimme eine zentrale Rolle spielt, direkt, gespannt und fest in der arabischen Sprache verankert. Ihr erstes Album Mesh Baghanny erschien 2012, danach arbeitet sie 2015 mit dem libanesischen Musiker Zeid Hamdan an Halawella, ein Album, das den Dialog zwischen ägyptischen Volksformen, synthetischen Arrangements und obliqueren Rhythmen betont. In ihren späteren Projekten setzt Maryam Saleh diese dichte Schreibweise mit Partnern wie Maurice Louca und Kamilya Jubran fort, insbesondere auf Syrr, das 2024 erschien und über mehrere Jahre der Komposition aufgebaut wurde. Ihr Repertoire bewegt sich zwischen politischer Spannung, intimen Erzählungen und poetischer Vorstellung, mit einer Ästhetik, die Reduktion, Dissonanz, Melodien aus dem arabischen Repertoire und zeitgenössische Klanglandschaften mischt. Maryam Saleh betreibt parallel auch eine Schauspielkarriere im Kino und Fernsehen, eine Dimension, die auch ihre Bühnenpräsenz auf Bühnen in Ägypten, der arabischen Welt und Europa beleuchtet.