Marlene Kuntz
Ausgebildet am Ende der 1980er Jahre in der Provinz Cuneo in Piemont, hat sich Marlene Kuntz in der italienischen Rockszene mit einer Italienisch geschriebenen Songwriterin durchgesetzt, das elektrische Spannung, Melodie und eine Vorliebe für klangliche Rauheit verbindet. Die Band, um Cristiano Godano und Riccardo Tesio herum aufgebaut, tauchte Anfang der 1990er Jahre im Gefolge des Alternative Rock auf, mit einer Ästhetik, die Noise Rock, Indie Rock, Grunge und experimentellere Formen kreuzt, ohne eine Dimension zu brechen, die fest mit dem Song verbunden ist. Das erste Album Catartica erschien 1994, gefolgt von Il vile 1996 und Ho ucciso paranoia 1999, drei Platten, die oft mit der abrasivsten Phase von Marlene Kuntz in Verbindung gebracht werden. Im Verlauf der 2000er öffnete sich der Sound zu vielfältigeren Arrangements auf Che cosa vedi (2000), Senza peso (2003), Bianco sporco (2005) und Uno (2007), mit gelegentlichen Kooperationen wie Skin oder Paolo Conte. Marlene Kuntz entwickelte auch Arbeiten für Kino, Theater und Parallelprojekte, blieb aber auf der Bühne, in Klubs wie in Theatern, sehr präsent. Nach Ricoveri virtuali e sexy solitudini (2010), Nella tua luce (2013) und Lunga attesa (2016) kehrte die Gruppe 2022 mit Karma Clima zurück, einem eher atmosphärischen Album, das sich auf die Klimakrise konzentriert. Die Geschichte von Marlene Kuntz war durch den Tod von Luca Bergia im Jahr 2023 geprägt, Mitbegründer und historischer Schlagzeuger.
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| Sept. 22, 2024 |
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