Nancy Ajram
Als zentrale Figur des arabischen Mainstream-Pop entwickelt Nancy Ajram seit den späten 1990er-Jahren ein Repertoire, das libanesische Liedtradition, ägyptische Unterhaltungsmusik und Dance-Einflüsse verbindet, getragen von eingängigen Melodien und einem häufig romantischen Ton. 1983 in Beirut geboren, fiel sie bereits als Kind in TV-Wettbewerben im Libanon auf, bevor sie 1998 ihr Debütalbum „Mihtagalak“ veröffentlichte, gefolgt von „Sheel Oyounak Anni“ (2001). Mit „Ya Salam“ (2003) und „Ah W Noss“ (2004) erhält ihre Karriere eine regionale Dimension; deren Musikvideos — teils unter der Regie von Nadine Labaki — prägten die Musiksender des Nahen Ostens. Dauerhaft etabliert, legte Ajram anschließend kontinuierlich nach: „Ya Tabtab...Wa Dallaa“ (2006) und das Kinderalbum „Shakhbat Shakhabit“ (2007), „Betfakkar Fi Eih“ (2008) sowie „7“ (2010), wobei sie zwischen Songs in verschiedenen arabischen Dialekten und klassischeren Balladen wechselte. Mit „Super Nancy“ (2012), „Nancy 8“ (2014) und „Hassa Beek“ (2017) setzt sie ihre zugängliche Pop-Ästhetik fort, mit Fokus auf Stimme und Refrains, und festigt zugleich ihre regelmäßige Präsenz auf großen Bühnen und TV-Shows der arabischen Welt, wo sie auch als Jurorin in Castingshows auftritt.
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