Marcia
Geboren 1982 in Lissabon, entwickelt Márcia, mit vollem Namen Ana Márcia de Carvalho Santos, in der portugiesischen Szene ein Songwriting zwischen Pop, Folk, Rock und Indie, getragen von einer zurückhaltenden Stimme und einer melodischen Arbeit, die oft um die Gitarre kreist. Zunächst an einer Kunsthochschule ausgebildet und anschließend Gesang am Hot Clube de Portugal studiert, war Márcia außerdem Mitglied des Real Combo Lisbonense, bevor sie 2009 mit der EP A Pele que Há em Mim ihre Solokarriere begann. Ihr erstes Album Dá erschien 2010 und wurde 2011 neu aufgelegt; damit legte sie die Grundlage für ein intimes, direktes Repertoire. Es folgten Casulo (2013), Quarto Crescente (2015, aufgenommen in Lissabon und Rio de Janeiro) und Vai e Vem (2018), auf dem mehrere Duette zu hören sind, etwa mit António Zambujo, Samuel Úria und Salvador Sobral. 2022 veröffentlichte sie Picos e Vales, 2025 folgte Ana Márcia. Im Lauf der Jahre arbeitete sie zudem mit J.P. Simões, Criolo und Catarina Salinas zusammen und schrieb auch für andere portugiesische Interpreten. Bei Márcia bleibt das Liederschreiben zentral, mit einer Neigung zu zurückgenommenen Arrangements, persönlichen Texten und einem ständigen Spiel zwischen karger Akustik und orchestrierter Popmusik.