Moritz von Oswald
Geboren 1962 in Hamburg und in Berlin ansässig, stammt Moritz von Oswald aus einer klassischen Schlagzeugausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, bevor er in den 1980er-Jahren der deutschen New-Wave-Band Palais Schaumburg beitrat. Danach wandte er sich in Berlin der elektronischen Musik zu, arbeitete im Umfeld von Tresor und entwickelte eine Arbeitsweise, die auf sparsam gesetzten Rhythmen, Dub-Texturen und einem minimalistischen Techno-Ansatz beruht. 1993 gründete er gemeinsam mit Mark Ernestus das Label und Projekt Basic Channel und setzte diese Arbeit in verschiedenen Projekten fort, die der Dub-Techno-Ästhetik zuzuordnen sind, darunter Rhythm & Sound. Seine Diskographie beinhaltet zudem Kooperationen mit Thomas Fehlmann seit den frühen 1990er-Jahren, später mit Carl Craig auf Recomposed (2008), mit Nils Petter Molvær auf 1/1 (2013) und mit Juan Atkins im Projekt Borderland, mit den Veröffentlichungen Borderland (2013) und Transport (2016). Parallel dazu leitet Moritz von Oswald das Moritz von Oswald Trio mit Max Loderbauer, anfangs begleitet von Vladislav Delay, später von Tony Allen, auf Vertical Ascent (2009), Horizontal Structures (2011), Fetch (2012) und Sounding Lines (2015).
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