Mad Professor

Geboren als Neil Fraser in Georgetown, Guyana, und später in London ansässig, trat Mad Professor Anfang der 1980er Jahre in der britischen Dub-Szene hervor. Seine Herangehensweise verlängert das jamaikanische Roots-Reggae und öffnet es zugleich für elektronische Texturen, Lovers Rock und gewisse Post-Punk-Einflüsse. Vom südlichen London aus – über sein Label und Studio Ariwa – entwickelte er einen Sound, der Bass, Raum, Resonanzeffekte und die schrittweise Transformation von Stimmen und Rhythmen in den Mittelpunkt stellt; eine Ästhetik, die bereits in der 1982 gestarteten Reihe Dub Me Crazy dokumentiert wurde. Mad Professors Werdegang verknüpft Sound-System-Kultur, Reggae-Produktion und Remix-Arbeit, unter anderem in Projekten mit Künstlern wie Lee 'Scratch' Perry, und führt zu einem Dialog mit dem Trip-Hop durch No Protection (1995), seine Neubearbeitung von Massive Attacks Album Protection. Als Produzent, Tontechniker und Bühnenmusiker hat Mad Professor zudem zahlreiche britische Reggae-Acts begleitet und über mehrere Jahrzehnte hinweg einen beständigen Austausch zwischen Studio, Dub-Versionen und Live-Auftritten in Europa und Großbritannien gepflegt.

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