Moby

Geboren 1965 in New York und aufgewachsen in Connecticut, entwickelte Richard Melville Hall unter dem Künstlernamen Moby eine Laufbahn, die seit Ende der 1980er Jahre verschiedene elektronische Szenen durchquert. Aus der New Yorker Clubszene stammend, wurde Moby Anfang der 1990er Jahre mit Techno- und House-Maxi-Singles wie „Go“ bekannt, bevor er seine ersten Alben „Moby“ (1992) und „Everything Is Wrong“ (1995) veröffentlichte, auf denen sich bereits eine Vorliebe für Kontraste zwischen Rave‑Energie, Ambient und elektronischer Popmusik abzeichnete. Die rockige Phase mit „Animal Rights“ (1996) ging dem Meilenstein „Play“ (1999) voraus, einem prägenden Album in Mobys Karriere durch die Einbindung von Gospel‑ und alten Blues‑Gesangssamples in downtempo‑ und Trip‑Hop‑Strukturen. Auf den Alben „18“ (2002), „Hotel“ (2005), „Wait for Me“ (2009) und „Destroyed“ (2011) pendelte Moby zwischen tanzflächenorientierten Formaten, melancholischen Songs und langen, ambient‑nahen Instrumentalstücken. Nachdem er sich in Los Angeles niedergelassen hatte, widmete er sich stärker kontemplativen Projekten wie „Long Ambients 1: Calm. Sleep.“ (2016) und vokalen Kollaborationen an der Schnittstelle von Pop, Rock und Soul, während er regelmäßig Musik für Film und Serien komponierte. Mit „Reprise“ (2021) interpretierte Moby sein Repertoire in einer orchestralen Ästhetik neu und bestätigte damit eine Laufbahn, die zwischen Clubkultur, introspektivem Songwriting und atmosphärischen Experimenten navigiert.

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