Mobb Deep
Seit den frühen 1990er-Jahren im Queensbridge-Viertel von New York aktiv, hat sich Mobb Deep als eines der prägenden East-Coast-Hip-Hop-Duos etabliert, bestehend aus Havoc (Kejuan Muchita) und Prodigy (Albert Johnson, † 2017). Als Jugendliche wurden sie mit 'Juvenile Hell' (1993) erstmals wahrgenommen und entwickelten schnell eine Hardcore-Rap-Ästhetik mit düsteren Produktionen, reduzierten Rhythmen und minimalistischen melodischen Loops; ihre Texte schildern das Leben in den Projekten, Gewalt und tägliches Misstrauen. Mit 'The Infamous' (1995) und 'Hell on Earth' (1996) rückte Mobb Deep ins Zentrum der New Yorker Szene, neben Künstlern wie Nas und einigen Mitgliedern des Wu-Tang Clan, und das Album 'Murda Muzik' (1999) setzte diese erzählerische Ausrichtung rund um Queensbridge fort. Um die Jahrtausendwende folgten 'Infamy' (2001) und 'Amerikaz Nightmare' (2004), bevor sie für 'Blood Money' (2006) zum Label G-Unit wechselten — eine Phase zwischen New Yorker Untergrund und stärkerem Mainstream-Bezug. Nach einer Pause, unter anderem bedingt durch Prodigys Inhaftierung, fanden die beiden wieder zusammen auf der Bühne und im Studio und veröffentlichten 2014 'The Infamous Mobb Deep', eine Mischung aus bislang unveröffentlichtem Material und neuen Stücken. Prodigys Tod 2017 unterbrach die Entwicklung von Mobb Deep; ihr musikalisches Erbe bleibt mit einer besonders roh und reduziert gehaltenen Darstellung des Queensbridge-Rap verbunden.
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