Ärsenik
Gegründet Mitte der 1990er Jahre in den nördlichen Vororten von Paris, in Villiers-le-Bel, vereint Ärsenik die Brüder Gaëlino und Calboni M’Bani, besser bekannt als Lino und Calbo, die aus einer kongolesisch stammenden Familie stammen. Fest verankert im französischen Rap entwickelte das Duo einen düsteren und dichten Stil, geprägt von urbanen Erzählungen, sorgfältig ausgearbeiteter Lyrik und einem Augenmerk für soziale und politische Themen. Ärsenik fiel zunächst innerhalb des Kollektivs Secteur Ä und auf verschiedenen französischen Hip‑Hop‑Kompilationen auf, bevor 1998 das Album „Quelques gouttes suffisent…“ veröffentlicht wurde, das zu einem Bezugspunkt ihrer Diskographie geworden ist. Dieses Debüt etablierte Ärsenik auf der Rap‑Szene der späten 1990er mit boom‑bap‑orientierten Produktionen und einem Wechsel zwischen scharfen Flows und introspektiven Passagen. 2002 folgte „Quelque chose a survécu“, ein Projekt, das unveröffentlichte Stücke, Titel aus Parallelprojekten und Kooperationen versammelt und das Universum der Gruppe fortführt. Anschließend verfolgten Lino und Calbo Solokarrieren, hielten die Aktivität von Ärsenik aber gelegentlich auf Bühne und im Studio aufrecht, wodurch das Duo in der Geschichte des frankophonen Rap präsent blieb.
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