Love of Lesbian
Entstanden in Barcelona Ende der 1990er Jahre um Santi Balmes, entwickelte sich Love of Lesbian zunächst im englisch gesungenen Indie-Rock, mit Alben wie Microscopic Movies (1999) und Is It Fiction? (2002), bevor die Band Mitte der 2000er Jahre zur spanischen Sprache wechselte. Dieser Wechsel ging einher mit einer erzählerischeren Schreibweise und einem Sound, der Pop-Rock, Indie-Elemente, psychedelische Akzente und elektronische Einschübe vereint, ohne das sorgfältig ausgearbeitete Liedformat aufzugeben. Mit Maniobras de escapismo (2005) und Cuentos chinos para niños del Japón (2007) schärfte die Band ihre Identität, die sich in 1999 (o cómo generar incendios de nieve con una lupa enfocando la luna) (2009), La noche eterna. Los días no vividos (2012), El poeta Halley (2016) und V.E.H.N. (2021) fortsetzt. Als Liveband, die auf großen spanischen Festivals und auf Tourneen in Lateinamerika präsent ist, hat Love of Lesbian einen konsistenten Weg zwischen Alternative Rock, Chansonpop und synthetischeren Arrangements geschaffen, mit einem Fokus auf Text, Stimmungswechsel und einer ständigen Spannung zwischen kollektiver Energie und Melancholie.