Miles Davis
Geboren 1926 in Alton, Illinois und aufgewachsen in East St. Louis, setzte sich Miles Davis bereits in den 1940er Jahren in New York durch, im Kontakt mit Charlie Parker und der Bebop-Szene, bevor er sein Spiel frühzeitig auf einen schlanken Klang ohne Vibrato und eine luftigere Phrasierung ausrichtete. Trompeter, Bandführer und Komponist durchläuft Miles Davis mehrere Jazzästhetiken und formt sie von innen heraus neu, vom Cool Jazz von Birth of the Cool (1957, Sammlung von Sessions aus 1949-1950) über den Hard Bop von Walkin’ (1957) bis hin zum Modaljazz mit Milestones (1958) und Kind of Blue (1959). Sein Werdegang ist auch geprägt von Kooperationen mit Gil Evans auf Miles Ahead (1957), Porgy and Bess (1959) und Sketches of Spain (1960), sowie von Gruppen, die zu Wegmarken der Jazzgeschichte geworden sind, mit John Coltrane, Cannonball Adderley, Bill Evans, Herbie Hancock, Wayne Shorter, Ron Carter oder Tony Williams. Ab Ende der 1960er Jahre entwickelt Miles Davis seine Musik zu elektrischen Formen, geöffnet für die Rhythmen des Rock, des Funk und für wiederholende Texturen, insbesondere auf In a Silent Way (1969), Bitches Brew (1970) und On the Corner (1972). Nach einer Bühnenpause kehrte er in den 1980er Jahre zurück und setzte seine Forschungen zwischen Jazz, Fusion, Pop und synthetischen Grooves fort, mit The Man with the Horn (1981), Tutu (1986) und Amandla (1989). 1991 in Kalifornien gestorben, hinterlässt Miles Davis eine Diskografie, die über fast fünf Jahrzehnte die wesentlichen Transformationen des modernen Jazz begleitet.
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