Mike Ladd
Geboren in Boston und ansässig in Paris, verfolgt Mike Ladd seit Ende der 1990er Jahre einen künstlerischen Weg zwischen alternativem Hip-Hop, Spoken Word und experimentellen Formen, die von Jazz, Dub und Elektronik geprägt sind. Sein erstes Album, Easy Listening 4 Armageddon, erschien 1997 und etablierte sofort einen dichten, erzählerischen und gern auch konzeptuellen Stil, dem 2000 Welcome to the Afterfuture folgte. Mike Ladd hat seine Arbeit seither in verschiedenen Zusammenhängen weiterentwickelt, sowohl solo als auch in Projekten wie The Infesticons und The Majesticons, dabei stets verbunden mit Szenen, in denen unabhängiger Rap, improvisierte Musik und interdisziplinelle Kunst aufeinandertreffen. Seine Zusammenarbeit mit dem Pianisten Vijay Iyer nimmt eine wichtige Rolle ein, mit In What Language? (2003), Still Life with Commentator (2007) und Holding It Down: The Veterans’ Dreams Project (2013). Auf seinen Soloalben—Nostalgialator (2004), Negrophilia: The Album (2005), Father Divine (2005) und später The Dead Can Rap (2020)—arbeitet Mike Ladd mit oft fragmentierten Rapformen, in denen Erzählung, Gesellschaftskritik und vokaler Schnitt genauso viel Raum einnehmen wie der Groove. Zudem hat er zahlreiche Kooperationen mit Musikerinnen und Musikern aus Jazz, experimentellem Rock und elektronischen Szenen realisiert.
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