Mick Jenkins
Geboren 1991 in Huntsville, Alabama, und früh im South Side von Chicago ansässig, machte Mick Jenkins Anfang der 2010er Jahre auf sich aufmerksam an der Schnittstelle von Rap und Spoken-Word-Poetry, indem er die lokalen Open-Mic-Bühnen besuchte. Die Mixtape Trees & Truths (2013) und vor allem The Water[s] (2014) etablierten Jenkins im introspektiven Hip-Hop, verwurzelt in sozialer und spiritueller Reflexion auf Produktionen, die häufig von Jazz, Soul und atmosphärischen Texturen geprägt sind. Die EP Wave[s] (2015) und das Album The Healing Component (2016) führen diese metaphorisch geprägte Schreibweise fort, ebenso das wiederkehrende Motiv des Wassers und eine tiefe, sehr artikulierte Stimme. Umgeben von einer Generation unabhängiger Rapper aus Chicago intensivierte Jenkins anschließend seine Kollaborationen, etwa mit Noname, BADBADNOTGOOD oder Kaytranada, und festigte zugleich seine Diskografie mit Pieces of a Man (2018), der EP The Circus (2020), Elephant in the Room (2021) und The Patience (2023). Jenkins’ Werk zeichnet sich durch eine konstante Aufmerksamkeit für Bildsprache, die Kontraste zwischen gesprochenen und gerappten Passagen sowie eine Musikalität aus, die langsamen Stimmungen und melodischen Arrangements viel Raum lässt.
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