Los Lobos

Los Lobos wurde Anfang der 1970er Jahre im Osten von Los Angeles gegründet und vereinte um David Hidalgo, Louie Pérez, Cesar Rosas und Conrad Lozano einen Kern von Musikern aus der mexikanisch‑amerikanischen Gemeinschaft; Mitte der 1980er Jahre stieß der Saxofonist Steve Berlin hinzu. Die Gruppe machte zunächst lokal von sich reden, indem sie traditionelle mexikanische Repertoires spielte, und integrierte dann nach und nach Rock, Rhythm and Blues, Country, Folk und Cumbia in eine zunehmend elektrifizierte Ausrichtung. Mit der EP “…And a Time to Dance” (1983) und dem Album How Will the Wolf Survive? (1984) positionierte sich Los Lobos im amerikanischen Roots‑Rock‑Spektrum, behielt dabei aber bilinguale Arrangements und Texte bei, die stark von der Chicano‑Kultur geprägt sind. Die Coverversion von “La Bamba”, die 1987 für den gleichnamigen Film aufgenommen wurde, erweiterte die Zuhörerschaft von Los Lobos erheblich und leitete eine Phase von Alben ein, in denen die Band einen experimentelleren Sound entwickelte, insbesondere auf By the Light of the Moon (1987), The Neighborhood (1990), Kiko (1992) und Colossal Head (1996). Auf Rock‑, Blues‑ und World‑Music‑Bühnen präsent und häufig in Verbindung mit anderen amerikanischen Roots‑Musikern genannt, setzte Los Lobos seine Arbeit mit Alben wie Good Morning Aztlán (2002), Tin Can Trust (2010) und Native Sons (2021) fort, wobei Letzteres Coverversionen von mit Los Angeles verbundenen Künstlern in den Vordergrund stellt, und hielt zugleich eine regelmäßige Tourtätigkeit aufrecht.

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