Michèle Torr

Als Michelle Tort in Pertuis im Vaucluse geboren, setzte sich Michèle Torr bereits Anfang der 1960er Jahre in der französischen Chansonszene durch, nachdem sie mehrere regionale Wettbewerbe gewonnen hatte und als Vorgruppe von Jacques Brel im Palais des Papes in Avignon aufgetreten war. 1964 unter Vertrag bei Mercury, begann sie im Yéyé- und Varieté-Genre und wechselte zwischen eigenen Kompositionen und französischen Adaptionen anglo-amerikanischer Titel. Diese Anfangszeit war von Auftritten im Olympia und ihrer Teilnahme am Eurovision Song Contest 1966 für Luxemburg mit Ce soir je t’attendais geprägt. Im Verlauf der 1970er Jahre entwickelte sich ihr Repertoire zu einer weitläufigeren, sentimentalen Chanson, gelegentlich mit orchestraler Pop- und Disco-Note, wie Un disque d’amour, Je m’appelle Michèle, J’aime oder Emmène-moi danser ce soir zeigen. Zu ihrer Diskographie gehören unter anderem die Alben Ce soir je t’attendais (1966), Tous les oiseaux reviennent (1971), J’aime (1977), Emmène-moi danser ce soir (1978), Lui (1980), Donne-moi la main, donne-moi l’amour (1984), Ces années-là (2007) und Je vais bien (2019). Als Vertreterin Monacos beim Eurovision 1977 mit Une petite Française setzte Michèle Torr ihre regelmäßige Bühnentätigkeit fort — mit Tourneen, weiteren Auftritten im Olympia und gemeinsamen Programmen mit Künstlern der französischen Unterhaltungsmusik.

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