Loreen
1983 in Stockholm in eine marokkanisch-amazighische Familie geboren und in Västerås aufgewachsen, entwickelte Lorine Zineb Nora Talhaoui früh das künstlerische Projekt, das unter dem Künstlernamen Loreen bekannt werden sollte. Ihr Stil bewegt sich zwischen elektronischer Popmusik, R&B-Einflüssen und einer bewusst reduzierten Ästhetik. Bekannt wurde Loreen im schwedischen Fernsehen durch die Sendung Idol 2004; danach veröffentlichte sie einige Singles, zog sich aber zeitweise von der Bühne zurück, um hinter den Kulissen in der audiovisuellen Branche zu arbeiten. Zurück zur Musik kam sie über den Melodifestivalen 2011 mit „My Heart Is Refusing Me“, der sie allmählich in der skandinavischen Poplandschaft etablierte – mit einer Mischung aus Dance, düsteren Atmosphären und sehr präsenter Stimme. Der Sieg beim Melodifestivalen 2012 mit „Euphoria“ ebnete den Weg zum Eurovision Song Contest, den sie für Schweden gewann und der ihrer Karriere internationale Bedeutung verlieh. Ihr Debütalbum Heal (2012) setzte die electropop-orientierte Linie und die intensiven Balladen fort, während Ride (2017) zu einem langsameren, organischeren Klangbild mit Elementen aus Alternative Pop und Soul wechselte. Parallel dazu trat Loreen vermehrt im Fernsehen und im Film auf, insbesondere in Schweden, und wirkte regelmäßig an kollektiven Projekten im Bereich Pop und elektronische Musik mit. 2023 bestätigte ein weiterer Sieg im Melodifestivalen mit „Tattoo“ und ein zweiter Eurovision-Triumph ihren Rang in der europäischen Musikwelt, getragen von akribischer Arbeit an Szenografie, Choreografie und einer Songwriting-Ansatz, der Gefühle und progressive Steigerungen in den Vordergrund stellt.
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