Little Big Town
Das 1998 in Nashville gegründete Vokalquartett Little Big Town — bestehend aus Karen Fairchild, Kimberly Schlapman, Phillip Sweet und Jimi Westbrook — verbindet amerikanischen Country mit Pop- und Rockelementen und legt den Schwerpunkt auf vierstimmige Harmonien sowie wechselnde Leadstimmen. Aus der Music City‑Szene stammend, setzte sich Little Big Town Mitte der 2000er Jahre mit dem Album The Road to Here (2005) zunehmend durch, das an das selbstbetitelte Debüt von 2002 anschloss, und etablierte ein Repertoire, in dem Erzählungen vom Landleben, introspektive Balladen und leichtere Titel aufeinandertreffen. Die Alben A Place to Land (2007), The Reason Why (2010), Tornado (2012) und Pain Killer (2014) führten diese Entwicklung zu einem poppiger geprägten Country fort, getragen von Songs wie “Boondocks”, “Little White Church”, “Pontoon”, “Girl Crush” und “Better Man”, die auf US‑Bühnen und Festivals stark präsent sind. Little Big Town erkundete anschließend mit Wanderlust (2016), in Zusammenarbeit mit Pharrell Williams, stärker poporientierte Klangfarben, bevor die Band mit The Breaker (2017), Nightfall (2020) und Mr. Sun (2022) zu einer melodiöseren, akustischen Ausrichtung zurückkehrte, zugleich aber eng mit dem Grand Ole Opry‑Zirkel und der Countryszene Nashvilles verbunden blieb.