MC Solaar

Geboren 1969 in Dakar in eine tschadische Familie und aufgewachsen in der Pariser Region setzte sich MC Solaar bereits Ende der 1980er-Jahre im Umfeld von Radio Nova und dem Kollektiv Posse 501 durch. Er trug dazu bei, dem französischen Rap eine erzählerischere Schreibweise zu geben, reich an Wortspielen, literarischen Bildern und Anspielungen auf Jazz, Soul und afrikanische Musik. Bekannt wurde er 1990 mit der Single «Bouge de là» und 1991 mit dem Album Qui sème le vent récolte le tempo, gefolgt von Prose combat (1994), Paradisiaque (1997) und MC Solaar (1998). Seine Laufbahn berührte auch die internationale Hip-Hop-Szene durch Kollaborationen mit De La Soul und Guru auf Jazzmatazz Vol. 1; Produktionen mit Jimmy Jay, Boom Bass und Philippe Zdar begleiteten die Entwicklung seines Sounds von sparsamen Loops und gedämpften Grooves hin zu melodischerem Rap. Auf Bühnen wie dem Olympia und dem Zénith sowie auf Festivals setzte er seine Karriere in den 2000er-Jahren mit Cinquième As (2001), Mach 6 (2003) und Chapitre 7 (2007) fort, kehrte 2017 mit Géopoétique zurück und nahm 2024 mit Triptyque, erschienen in drei Teilen, die Diskographie wieder auf.

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