Lila Downs
Geboren in Tlaxiaco im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca, wuchs Lila Downs zwischen Südmexiko und dem amerikanischen Mittleren Westen auf – in einem bikulturellen Umfeld, das sowohl ihr Schreiben als auch ihre Bühnenarbeit prägte. Als mexikanisch-amerikanische Sängerin und Songwriterin hat Lila Downs ein Repertoire entwickelt, in dem sich traditionelle Musik aus Mexiko und Zentralamerika, Ranchera, Son, Bolero, Cumbia und Folk mit Elementen aus Jazz, Rock und Blues kreuzen. Ihre Lieder, häufig auf Spanisch, aber auch auf Englisch und in mehreren indigenen Sprachen wie Mixtekisch und Zapotekisch verfasst, thematisieren Migration, indigene Identitäten, Grenzen und zeitgenössische gesellschaftliche Fragen. Nach ersten, in Eigenregie produzierten Aufnahmen Mitte der 1990er Jahre erlangte Lila Downs internationale Aufmerksamkeit mit dem Album La Sandunga (1999), gefolgt von La Línea / The Line (2001) und Una Sangre / One Blood (2004), die ihre Arbeit an der Schnittstelle von mexikanischer Tradition und urbaner Populärmusik etablierten. Mit Pecados y Milagros (2011), Balas y Chocolate (2015), Al Chile (2019) und Se Habla de Dios (2023) setzt Lila Downs die Erkundung populärer, religiöser und festlicher Repertoires fort, die sie häufig in einer World-Music-Ästhetik neu arrangiert. Regelmäßig ist sie an Kollektivprojekten und Duetten mit lateinamerikanischen und iberischen Künstlerinnen und Künstlern beteiligt und tritt auf internationalen Festivalbühnen sowie in Theatern und Konzertsälen in Lateinamerika, den USA und Europa auf.