Matt Elliott - The Third Eye Foundation
Aus der unabhängigen Szene von Bristol Anfang der 1990er Jahre stammend, entwickelte Matt Elliott seine Arbeit zunächst unter dem Namen The Third Eye Foundation, einem elektronischen Projekt, das verlangsamten Drum’n’Bass, Ambient-Texturen und lärmige Collagen verbindet. Die Alben Semtex (1996), Ghost (1997), You Guys Kill Me (1998) und Little Lost Soul (2000) verankerten The Third Eye Foundation in einem dunklen, fragmentierten Klangkosmos zwischen abgehackten Rhythmen und gedehnten Vokal-Samples. Ab den frühen 2000er Jahren veröffentlichte Matt Elliott unter eigenem Namen akustischere Alben, in denen Gitarre, Stimme und dezente Orchestrierungen lange Lieder strukturieren, die vom britischen Folk, der Chanson-Tradition und bestimmter osteuropäischer Musik beeinflusst sind — wie The Mess We Made (2003), Drinking Songs (2004), Failing Songs (2006) und Howling Songs (2008) zeigen, die überwiegend beim französischen Label Ici, d'ailleurs erschienen sind. In Frankreich ansässig, wechselt er seitdem zwischen Kompositionsarbeit, Studioaufnahmen und Solotourneen, in denen er auch das Repertoire von The Third Eye Foundation in reduzierten Fassungen neu interpretiert. Die vereinzelte Rückkehr von The Third Eye Foundation mit dem Album The Dark (2010) unterstreicht die Kontinuität zwischen seinen elektronischen Werken und seinen Folkkompositionen — zwei Seiten derselben experimentellen Herangehensweise, die auf Wiederholung, melancholische Atmosphären und das Spiel mit klanglichen Dynamiken setzt.
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