Mario Canonge
1960 in Fort-de-France auf Martinique geboren, entwickelte Mario Canonge zunächst sein Klavierspiel auf der Insel, bevor er nach Paris zog, wo er sich ab den 1980er Jahren in einem musikalischen Umfeld etablierte, das Jazz, Salsa, Zouk und antillische Repertoires verband. 1983 gründete er zusammen mit Nguyên Lê die Jazz-Fusion-Band Ultramarine, die seinen Eintritt in die französische Szene markierte und in der auch Mokhtar Samba und Étienne Mbappé mitwirkten. Sein Werdegang umfasst kollektive Projekte ebenso wie Alben unter eigenem Namen, darunter Retour aux sources (1991), Trait d’union (1993), Arômes Caraïbes (1995) und Mitan (2011). Mario Canonge wirkte außerdem bei Sakiyo an der Seite von Tony Chasseur und Ralph Thamar mit und war von 2002 bis 2006 in Sakesho tätig junto mit Michel Alibo, Jean-Philippe Fanfant und Andy Narell. Sein Spiel verbindet das Vokabular des modernen Jazz mit karibischen Rhythmen, dem bèlè, gwoka und den tänzerischen Formen der Antillen, mit einer stark improvisations- und dialogorientierten Herangehensweise. Langjährig in der Pariser Szene verankert, pflegt er zudem ein regelmäßiges Duo mit dem Kontrabassisten Michel Zenino im Le Baiser Salé. Zuletzt veröffentlichte er 2020 Kapital mit Érik Pédurand sowie 2023 Quint’Up II und Mario Canonge Trio.
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