Ladysmith Black Mambazo

Gegründet Anfang der 1960er Jahre in Ladysmith in der südafrikanischen Provinz KwaZulu‑Natal, entwickelte sich Ladysmith Black Mambazo zu einem a‑capella‑Männerchor, der tief in den Zulu‑Traditionen verwurzelt ist. Joseph Shabalala gründete die Gruppe, die in der Praxis von isicathamiya und mbube steht — städtische Chortraditionen mit eng geführten Harmonien und geschmeidigem Rhythmus — und ein Repertoire aus geistlichen Liedern, traditionellen Stücken und eigenen Kompositionen in Zulu und Englisch präsentiert. Bekannt wurde Ladysmith Black Mambazo zunächst in Südafrika durch Chorwettbewerbe und Radioaufnahmen; internationale Aufmerksamkeit erlangte die Gruppe Mitte der 1980er Jahre durch die Zusammenarbeit mit Paul Simon auf dem Album „Graceland“. Diese Präsenz führte zu regelmäßigen Tourneen in Europa, Nordamerika und auf Weltmusik‑Bühnen, auf denen das Ensemble eine vokale Arbeit zeigt, die auf Polyphonie, Dialogen zwischen Solist und Chor und einer sehr melodischen Bassführung beruht. Zu ihrer Diskographie gehören unter anderem „Shaka Zulu“ (1987), „Journey of Dreams“ (1988), „Raise Your Spirit Higher (Wenyukela)“ (2004) und „Ilembe: Honoring Shaka Zulu“ (2008). Nach Jahrzehnten unter der Leitung Joseph Shabalalas wird die Formation von mehreren Mitgliedern der Familie Shabalala fortgeführt, die die vokale Ästhetik der Gruppe bewahren und zugleich an neue Kooperations‑ und Tourkontexte anpassen.

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